Sprachlernende über ihren Aufenthalt
Aufenthalt: Mai 2026
Was war deine Hauptmotivation, einen Sprachaufenthalt zu machen?
Meine Hauptmotivation war, mich der Sprache zu öffnen, mehr Praxis im Gespräch üben zu können und in die französische Kultur einzutauchen. Gleichzeitig reizte es mich eine neue Region Frankreichs kennen zu lernen. Einfach freie Zeit zu haben, neue gleichgesinnte Menschen kennen zu lernen und mit ihnen gemeinsam an den Sprachkenntnissen zu feilen.
Weshalb fiel deine Wahl auf diese Schule bzw. Destination?
Eine Schule in Paris, Lyon, Rouen oder lieber am Meer? Welche sollte ich wählen? Im telefonischen Austausch mit einer Beraterin von Biku wurden meine Bedürfnisse und Erwartungen abgeholt und ich konnte meine Wünsche vorbringen. Schlussendlich entschied ich mich für die Stadt Tours. Eine mir noch gar nicht bekannte Region. Die kleine, feine und familiär geführte Schule CLE mitten im Loire Gebiet sprach mich sogleich an.
Welche(n) Kurs(e) hast du belegt?
Ich besuchte während drei Wochen den Kurs Objectiv intermédiaire A2 und B1, jeweils vormittags und ab und zu am Nachmittag noch Einzelstunden je nach Wocheneinteilung der Schule.
Wie sah ein typischer Tag während deines Aufenthalts aus?
Da ich bei einer Gastfamilie lebte, assen wir gemeinsam ein kleines Frühstück. Den Schultag startete ich mit einem Fussmarsch in die Altstadt von Tours, besuchte den Unterricht und manchmal am Nachmittag die von der Schule angebotenen "ateliers culturels" und Exkursionen. Mittags ging es entweder in ein Restaurant oder in den Park mit feinsten Backwaren aus der Boulangerie direkt um die Ecke. Das "dîner" genoss ich dann wieder mit meinen Mitstudenten im Haus meiner Gastfamilie.
Wie hat sich deine Sprachfähigkeit im Laufe des Aufenthalts entwickelt? Hast du z.B. mehr Selbstvertrauen im Sprechen der Fremdsprache erhalten?
Eher unsicher in der Sprache, verlor ich während meinem Aufenthalt die Scheu und wurde mutiger. Alle Mitstudenten sassen im gleichen Boot und wollten doch die Sprache erlernen. So fiel das Sprechen nicht mehr ganz so schwer und gemeinsam lernte man neue Wörter, Ausdrücke und die Aussprache. Es freute mich, dass ich immer mehr verstand und nicht mehr zu fest in meiner Muttersprache dachte.
Neben der Sprachfähigkeit, hast du auch eine persönliche Entwicklung/Veränderung bemerkt?
Da ich in den letzten Jahren eher mit meiner Familie oder im Freundeskreis verreiste, war das alleine unterwegs sein eine tolle Erfahrung für mich. Selbst zu bestimmen, was ich heute unternehme, welchen Stadtteil ich erkunde oder wo ich eine Pause mache liess mich flanierend, fotografierend und im Austausch mit Fremden sein. Was für ein Glück, die Muse haben zu dürfen, diese Auszeit für mich machen zu können! Ich empfehle es jedem!
Was war das Überraschendste/Spannendste, dass du über die Kultur des Gastlandes gelernt hast?
Diese vielen Loire Schlösser! Diese Vielfalt, Pracht, architektonischen Meisterwerke und diese fantastischen Gärten, waren einfach unglaublich. Die Pflege und der Unterhalt dieser Bauten ist den Franzosen wichtig. Dies spürt man und erlebt es bei jedem Besuch. Die super ausgebauten Velowege durch das Loire Gebiet sind sehr zu empfehlen. In Frankreich werden Festivals gelebt und fleissig organisiert. Besonders die Begeisterung für's Kino und Filme, war mir nicht bewusst.
Was war die grösste Herausforderung, der du während deines Sprachaufenthalts begegnet bist?
Das Eintauchen in eine andere Wohnkultur der Gastfamilie. Zu akzeptieren, dass es vielleicht anders gehandhabt wird, als man es sich gewohnt ist. Meine Komfortzone zu verlassen und mit Fremden in einem Haushalt zu leben. Doch das Plaudern und Essen am Abend oder die gemeinsamen Ausflüge sind spannend und lustig. Eine tolle und wertvolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Gibt es eine besondere Begegnung oder ein Erlebnis, das dir während des Aufenthalts besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ich war beeindruckt, wie viele ältere Menschen mutig sind, alleine aus einem anderen Kontinent anreisen, um die Sprache zu erlernen. Es zeigte mir einmal mehr auf, alles ist möglich! Ganz viele Begegnungen bleiben mir bestens in Erinnerung.
Hast du durch den Sprachaufenthalt neue Freundschaften geschlossen, die bis heute bestehen?
Ja, sicherlich! Gerne unter Menschen, fiel es mir nicht schwer im Austausch zu sein. Per WhatsApp oder Mail werden jetzt fleissig Anekdoten ausgetauscht und Einblicke von zu Hause nun geteilt.
Glaubst du, der Sprachaufenthalt hat einen Einfluss auf deine berufliche oder persönliche Zukunft? Inwiefern?
In meinem beruflichen Umfeld werde ich auf Französisch antworten und meine Arbeitskollegen im Gespräch eher folgen können. Das freut mich sehr und ich bleibe dran! Persönlich genoss ich eine längere Auszeit nur für mich und ich konnte mich ganz auf das Erlernen der Sprache widmen. Ich möchte dies sicherlich nochmals wiederholen und meine Kenntnisse erweitern. Das Gefühl von "savoir vivre" nehme ich mit in meinen Alltag!
Kannst du die Schule/Destination weiterempfehlen? Weshalb?
Eine tolle Schule, mit kleinen Klassen. Der Unterricht gestaltete sich sehr vielfältig und die Unterlagen sind übersichtlich gestaltet. Die Ausflüge waren immer sehr gut organisiert und toll begleitet von der Schulleitung persönlich. Ich bin vollauf begeistert und kann diese Schule in Tours auf jeden Fall weiterempfehlen.
Hast du Geheimtipps für zukünftige Teilnehmende an dieser Destination (Sehenswürdigkeiten, Ausflüge, Restaurants, Nachtleben, etc.)?
Die Region rund um Tours bietet Schlösser mit wunderschönen Gärten, Museen, kulturelle Angebote in einer grossen Vielfalt an. Ein Velo mieten lohnt sich, um an der Loire entlangzufahren und Ausflüge zu machen. Typische Brasserien (Le chien fou), Cafés (Beurre noisette) oder eine Guinguettes an der Loire besuchen. Meine Lieblingsorte in Tours: Rue de la Scellerie, Jardin des Prébendes d'Oé, les halles (ein Muss für jeden Gourmet!) und die Cathédrale Sait-Gatien.
Welche Tipps würdest du jemandem allgemein geben, der überlegt, einen Sprachaufenthalt zu machen?
Wagen, machen und geniessen! Die Sprache im Land zu erlernen ist ein Eintauchen mit allen Sinnen und unglaublich bereichernd.
Würdest du einen Sprachaufenthalt wiederholen? Weshalb?
Ja! Auf jeden Fall, weil mir das Lernen einfacher fällt als im Alltag, der vollbespickt ist mit viel Ablenkung. Im Land selber darf der Fokus nur auf die Sprache gerichtet werden. Und es macht viel mehr Spass das Gelernte gleich umzusetzen und auszuprobieren.
Was du sonst noch sagen möchtest:
Herzlichen Dank für die tolle Beratung, das Organisieren meiner Reise und auch die Betreuung während und nach meinem Aufenthalt. Ich habe dies sehr geschätzt und kann es nur weiterempfehlen! Merci à tous!
Die Boutique-Sprachschule CLÉ wurde 1985 gegründet und wird seit 2021 von Céline Sortais geführt. Die Lage im Zentrum der Stadt, nur einen Katzensprung vom Bahnhof entfernt könnte nicht besser sein. CLÉ ist in einem herrschaftlichen Stadthaus aus dem 19. Jahrhundert untergebracht und verfügt über 9 Klassenzimmer, einem grosszügigen Aufenthaltsbereich, Bibliotheken sowie einem gemütlichen Garten. Es werden Allgemeine Französischkurse, Examenvorbereitungen sowie Privatunterricht für Erwachsene angeboten.